Deutsche Wertarbeit

by Michael Urspringer - 07.02.2006

09.07.04:

  • Zigarettenanzünder (besser: “Steckdose”) lässt sich nicht mehr einklappen

06.11.04:

  • Einstellknopf des Bordcomputers defekt

31.05.05:

  • Klimaanlage defekt (Kompressor getauscht)

26.01.06:

  • Heckscheibenwischer incl. Waschanlage ohne Funktion (Wasserschlauch abgerissen)
  • Mikrokontakt im Heckschloss defekt (Folgefehler wegen Wassereintritt)
  • Warnblinkanlage schaltet sich einige Zeit nach Abstellen des Fahrzeugs von selbst an (Folgefehler wegen defektem Mikrokontakt)
  • Batterie entladen (Folgefehler, da Kriechströme durch Wassereintritt)
  • Standheizung funktioniert sporadisch nicht (besonders wenn es draußen sehr kalt ist, klar)
  • Navigations-CD wird nicht erkannt wenn das Fahrzeug kalt ist (man muss erst 15 Minuten ziellos in der gegen umherfahren)
  • Kennzeichenbeleuchtung defekt (naja, das läuft notfalls unter normaler Verschleiss)

03.02.06:

  • Schaltfehler in Gebläse-Steuerung sorgt dafür dass es nicht richtig warm wird im Fahrzeug
  • Immer noch sporadische Ausfälle der Standheizung
  • Navigations-CD nach wie vor bei kaltem Fahrzeig nicht lesbar (nun aber schon bei 9 Grad in der Tiefgarage…)
    Diesmal wurde nun das komplette Navigations-Gerät ausgetauscht

[Mehr:]

Jedes Mal ist das Auto immer einen kompletten Tag in der Werkstatt. Aber was will man erwarten, wenn man dort schon beim Winterreifen-Umstecken trotz Terminvereinbarung über 3 Stunden warten muss.

Dann bekommt man erzählt, es sei normal, dass bei kaltem Wetter die Navi-CD nicht immer lesbar wäre, da sich Kondenswasser bilden würde, welches erst nach 10-15 Minuten verschwindet. Ha, ich hatte vorher ein Becker-Navi, das hatte weniger wie die Hälfte gekostet (das Audi-Navi kostet 2980 EUR!!) und das konnte man auch im Winter nutzen.

Den Fehler in der Standheizung können sie leider nicht finden, schade aber auch. Gleiches gilt für das Problem mit dem Gebläse.

Da lobe ich mir doch meine Japaner die ich bisher gefahren habe. Die waren in jeweils 8 Jahren außer zur jährlichen Inspektion so gut wie nie in der Werkstatt und bei Kleinigkeiten konnte ich immer warten, meistens sogar ohne große vorherige Terminvereinbarung. Und alle Probleme wurden immer zufriedenstellend gelöst.

Man hat sich gut aufgehoben gefühlt bei seinem Händler, anders als das hier der Fall ist.

Naja, der Japaner kostet auch nur die Hälfte wie die deutsche Wertarbeit, da kann man auch nix erwarten.

Man muss sich das mal so richtig vor Augen halten: Der Wagen hier kostet Listenpreis fast 32.000 EUR (man beachte: Das ist ein KLEIN-Wagen…). Dafür erwarte ich eigentlich ein bisschen mehr.

Nun gut, wenn ich mir das nächste Mal privat wieder ein Auto kaufen sollte, dann wird es vermutlich wieder ein Japaner sein ….

 

2 Responses to Deutsche Wertarbeit

  1. Tut mir leid, das alles zu horen – es überrascht aber nicht sonderlich falls man die 100.000 Km Tests in den verschiedende Autozeitschriften ließt, oder? Ich kann mich nicht erinnen, einen überdurchschnittlichen zuverlässigen VW oder Audi gesehen zu haben.

    Ich habe meine Erfahrung mit französischen und deutschen Autos in den 80’er Jahren gemacht und fahre nun meinen vierten Toyota. Bisher war ich mit den verscheidenden Toyotas nie ausserplanmäßig in der Werkstatt. Aber ich wäre froh wenn mein Corolla nur die Hälfte von deinem Audi kosten würde- die Preise sind keineswegs so weit hinter die der deutschen Hersteller.

  2. John, Du hast natürlich recht. Die Hälfte ist etwas übertrieben. Aber doch noch eine Ecke günstiger, v.a. wenn man nicht die Grundpreise vergleicht sondern die Ausstattung die bei den Japanern schon im Grundpreis enthalten ist, mit berücksichtigt.

Leave a Reply

© 2000-2015 Michael Urspringer