Hamburg ist eine Reise wert

by Michael Urspringer - 29.05.2006

Hamburg ist wirklich eine Reise wert. Trotz des nicht ganz so guten Wetters (ein Tag komplett verregnet, ansonsten immer mal kurze Schauer, aber auch mal Sonnenschein) hat es uns sehr gut gefallen und wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

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Unser Hotel “Tulip Inn Hanseport” lag sehr zentral mitten im Herzen von St. Pauli, nicht weit von der Reeperbahn. Ist ein eher kleines Hotel, ein bisschen familiär und trotz der Nähe zum Kiez sehr ruhig (sofern man die Fenster nachts geschlossen hält). Zu Fuss ist man in 5 Min. an der S-Bahn-Haltestelle Reeperbahn, die Landungsbrücken sind auch nur wenige Gehminuten entfernt. Man kommt also überall gut hin. Die Aussicht aus den Zimmern ist allerdings nicht gerade berauschend, aber wir haben das Zimmer eh nur zum Übernachten gesehen.

Am Nachmittag nach der Ankunft haben wir uns erst mal zu Fuss auf den Weg gemacht um die Stadt zu erkunden. Von den Landungsbrücken ging es zum Michel (dort auf den Turm mit herrlicher Rundumsicht; es war gerade einmal ein wenig aufgeklart aber noch sehr windig) weiter zu den Krameramtsstuben und danach zum Jungfernstieg, den Alsterarkaden und die Mönckebergstraße (das Haupt-Einkaufsviertel von Hamburg).

Zum Schluss haben wir noch das Chilehaus besichtigt und uns dann auf den Rückweg zum Hotel gemacht. Leider hat dann ein ziemlich starker Regen mit Wind begonnen, so dass wir am Ende recht nass geworden sind.

Da es am nächsten Morgen immer noch nach Regen aussah, machten wir uns auf dem Weg in die Speicherstadt um uns dort das Miniatur-Wunderland anzuschauen. Das ist wirklich der Wahnsinn, was die dort aufgebaut haben. Wirklich sehenswert und die Führung hinter die Kulissen sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Allerdings empfiehlt es sich, gleich nach Öffnung dort zu sein (sonst Wartezeiten von 1-2 Stunden…) und die Führung vorher im Internet gebucht zu haben.

Am Abend ging es dann ins Musical “Der König der Löwen” (der Hauptgrund unseres Besuchs in Hamburg). Es war eine tolle Aufführung. Alleine die Kostüme und Bühnenbilder sind schon der Hammer. Also wirklich absolut empfehlenswert. An dieser Stelle noch mal vielen herzlichen Dank an die Sponsoren der Eintrittskarten… es war echt toll 🙂

Am nächsten Morgen hatte es dann endlich ein wenig aufgeklart und wir haben zuerst eine Standtrundfahrt in einem der Doppeldeckerbusse gemacht. Danach ging es noch kurz hinunter in den alten Elbtunnel, aber wir waren zu faul auch ans andere Ufer zu laufen.

Als nächstes ging es auf die Rundfahrt durch den Hamburger Hafen. Statt eines der großen Schiffe mit einer kleinen Barkasse, weil die auch in die Kanäle der Speicherstadt fahren kann. Den Hamburger Hafen hatte ich mir allerdings irgendwie belebter vorgestellt. Es waren relativ wenige große Schiffe zu sehen und der Verkehr auf dem Wasser hielt sich auch in Grenzen.

Am Nachmittag war noch ein wenig Zeit um nach Altona zu fahren und dort das Rathaus zu besichtigen und vom “Altonaer Balkon” einen Blick auf Hafen und Köhlbrandbrücke zu werfen.

Zum Abendessen waren wir dann im “Maharaja” (Detlef-Bremer-Str. 25-27), einem Inder ganz in der Nähe unseres Hotels. Sehr zu empfehlen, wenn man die indische Küche mag.

Zum Abschluss des Abends ging es dann noch auf die Reeperbahn ….

Um 10 Uhr am nächsten morgen stand die Besichtigung des Hamburger Rathauses auf dem Programm. Die repräsentativen Innenräume sind sehr sehenswert.

Das Ende des mittlerweile wieder aufgezogenen Regens haben wir danach im Gewürzmuseum abgewartet.

Nachdem am Mittag wieder die Sonne ein wenig zum Vorschein kam, ging es dann noch mit dem Boot auf eine Rundfahrt über die Alster und zu den Villen der High Society (Fam. Otto vom Otto-Versand, Jil Sander u.a.)

Den Abend beschlossen wir bei einem Cocktail in der Tower-Bar. Der grandiose Ausblick über den Hafen rechtfertigt auch die recht hohen Preise dort. Beim nächsten Besuch in Hamburg werden wir übrigens versuchen Zimmer zur Elbeseite im Hotel “Hafen-Hamburg” zu bekommen….

Sonntag war unser letzter Tag und dxa ging es noch mal sehr früh raus, damit wir rechtzeitig auf den Fischmarkt kamen, der morgens um 5 Uhr beginnt. Wir waren dann so gegen 7 Uhr dort und es war schon die Hölle los. Allerdings dürften die meisten Leute noch von der Nacht vorher übrig geblieben sein, denn ich kann mir nicht vortsellen, wie man um diese Zeit schon Bier und Fischbrötchen hinunterbringen kann. In der großen Markthalle spielte eine Live-Band und die Menge war schon (noch?) am Toben. Reste einer Hochzeitsgesellschaft vom Samstag waren auch anwesend, die Braut mit glasigen Augen und einem Brautschleier, auf dem die ganze Menge rumgetrampelt ist… Den Marktschreiern zuzuhören machte schon Spass, aber gefrühstückt haben wir danach dann doch lieber im Hotel, weil ich mich für Aal & Co. um diese Zeit doch nicht so recht begeistern konnte.

Nach dem Frühstück sind wir zum Abschluss dann noch mal nach Blankenese hinausgefahren und dort einen Spaziergang durch das Treppenviertel und an der Elbe entlang gemacht. Leider frischte dann wieder der Wind auf und nass wurde aus noch mal, so dass wir uns wieder Richtung Heimat aufmachten.

Alles in allem hat es uns auf jeden Fall sehr gut gefallen, die “kühlen Hanseaten” entpuppten sich als sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen und es war sicher nicht unser letzte Besuch in dieser Stadt.

Ein paar Bilder haben wir auch gemacht. Sind aber aufgrund des Wetters nicht so dolle geworden. Sie sind auch noch nicht online; muss erst noch ein wenig aussortieren.

Update: Einige Bilder vom Miniatur-Wunderland sind mittlerweile online. Der Rest ist leider immer noch nicht aussortiert 🙁

 

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