Weblogs und Sicherheit

by Michael Urspringer - 08.07.2003

Ed Brill hat eine interessante Frage aufgeworfen, die ich mir auch schon oft gestellt habe und die mich auch schon Bekannte öfters gefragt haben: Wenn man in seinem Weblog haarklein beschreibt, wann man zuhause ist und wann man unterwegs oder in Urlaub ist, dann ist das ja geradezu eine Einladung für Einbrecher und andere böse Gestalten, oder?

Derzeit bin ich der Meinung dass ein Alarm System für die Wohnung sowie die wachsame Nachbarschaft da ausreichen. Zusätzlich muss ein potentieller Einbrecher ja erst einmal diese Seiten lesen. Aber da ja immer mehr Weblogs entstehen, könnte sich hieraus ja vielleicht wirklich ein profitabler Berufszweig herausbilden….

Die Alternative wäre, solche Dinge nicht bzw. erst danach im Weblog zu veröffentlichen.

Wie haltet ihr es denn damit? Eure Meinungen?

 

3 Responses to Weblogs und Sicherheit

  1. Keine Panik.
    Junkies auf der Suche nach Sore für den nächsten Schuss werden kaum erst mal Weblogs abklappern. “Südlandische” Banden, die schnell abräumen und verschwinden interessieren sich nicht dafür, ob jemand da ist. Du kannst froh sein, wenn Du es NICHT bist. Und der klassische Berufseinbrecher aus der Nachbarschaft verläßt sich auf andere Intelligence.
    Viel problematischer sind patterns: Der geht immer um 8 zur Arbeit und kommt um 19 Uhr heim …

  2. @Michael + Volker,
    wir hatten hier ja auch schon mal ‘Besuch’, das erste Mal erfolgreich, das 2. Mal hatten wir ein paar Hindernisse eingebaut und nach geringer Sachbeschädigung zog man wieder ab.
    Richtig ist wohl, daß vielen 15..30min Abwesenheit schon ausreichen, bevorzugt im Winter, abends bei einsetzender Dunkelheit – die Terrassentür-Aufstemm-Masche halt. Dagegen ist man ziemlich machtlos und das wird auch nicht von langer Hand vorgeplant.
    Aber es gibt auch andere Kandidaten, zB die, die in Mainz einen 6 m3-Pool samt Pumpe, Filter und allem Zubehör ‘entfernt’ haben. Oder solche, die mit Spitzeln vom Putztrupp die Urlaubsplanung der Abteilung ablichten, wie im IBM-Werk Mainz vorgekommen.
    Die sind auf solche Infos angewiesen.
    Zuletzt glaube ich, daß die Möglichkeit, solche Daten zusammenzutragen oder zu erwerben die Hemmschwelle senkt, so daß tatsächlich häufiger als sonst mit ungebetenem Besuch zu rechnen ist. Anders als Volker meint scheint es eher die Ausnahme zu sein, daß man es auf ein persönliches Zusammentreffen ankommen läßt.
    Wolfgang

  3. Ich meine das nicht für alle Typen von Einbrechern, sondern für solche, die an der Tür klingeln und dann entweder die Tür einschlagen, oder Dir die Zähne. Das ist ‘ne beliebte Masche bei alten Leuten in Einfamilienhäusern.

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